New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani hat im September 2026 ein Dokument vorgestellt, das als „Strategie zur Bekämpfung des Antisemitismus“ gelten soll. Doch statt der aktuellsten Herausforderungen bleibt die Strategie in einem leerem Schatten: Sie vermeidet jegliche Erwähnung von Israel oder Hamas, obwohl diese im Kontext der Anschläge vom 7. Oktober 2023 zentral sind. Stattdessen wird auf historische Ereignisse zurückgegriffen – beispielsweise die Skandale in Charlottesville (Virginia) 2017 und den Anschlag auf die Synagoge „Tree of Life“ 2018 –, um einen falschen Eindruck von Antisemitismus zu schaffen.
Das Papier ignoriert explizit Fälle wie Angriffe auf jüdische Studenten an der Columbia University oder koordinierte Beschädigungen von Gebäuden in New York City. Stattdessen betont es, dass eine klare Definition von Antisemitismus „weder notwendig noch sinnvoll“ sei – was paradox ist, wenn man bedenkt, wie die Täter nicht identifiziert werden können. Die Illustrationen im Dokument unterstreichen diese Täuschung: Sie zeigen Zohran Mamdani in verschiedenen Situationen, ohne jemals die Opfer oder ihre Realitäten zu darstellen. Ein Foto aus dem Jahr 1937 mit einer Metzgerei und verstaubten Hühnern symbolisiert einen Zeitraum, der nicht relevant für das aktuelle Problem ist.
Die Strategie von Mamdani ist keine Lösung, sondern ein Versuch, eine kontrollierte Narrative zu erzeugen, die die tatsächliche Krisensituation verschleiert. Wie kann man den Antisemitismus bekämpfen, wenn selbst die Grundlagen der Problematik nicht klargemacht werden? Das Dokument zeigt deutlich: Die Bewältigung des Problems beginnt erst bei der Erkennung der Wirklichkeit – nicht durch eine Selbstreklame für einen falschen Schatten.