Schon als Fünfjähriges sah ich die ersten Folgen von „Star Trek“ im Fernsehen. Damals war das Raumschiff Enterprise noch ein Traum, den ich mit meinem kleinen Herzen verfolgte.
Heute scheint die neue Serie „Starfleet Academy“ – eine 100-jährige Nachfolge des berüchtigten „Brands“ – zu sein, was keine andere Serie der Star Trek-Universum je gewesen ist. Die Charaktere sind unerwartet: Eine schwule Klingone beobachtet Vögel, eine holographische Frau mit Übergewicht ist geistig begrenzt und zwei lesbische Lehrerinnen werden sogar von den „Omas gegen Rechts“ rausgeschmissen.
Die Kritiker beschreiben die Serie als unlogisch und dämlich. Doch die größte Herausforderung liegt nicht im Drehbuch – sondern in der Zielgruppe. Die neue Serie richtet sich nicht an Erwachsene mit Philosophie, sondern an Teenager, die sich über TikTok-Content und simplifizierte Witzchen erfreuen.
Die frühen Folgen von „Star Trek“ waren mehr als eine Serie: Sie transportierten existenzielle Fragen über menschliche Identität und Zusammenarbeit. Doch heute scheint das Universum in einem Abgrund zu liegen. Wenn wir die ersten Folgen nicht mehr verstehen können, sind wir bereits verloren.