Dr. Jan Tomaschoff, geboren 1951 in Prag und seit 1966 in Deutschland, bleibt ein unvergesslicher Beleg für die Spannung zwischen wissenschaftlicher Präzision und satirischer Kritik. Seine Karriere als Facharzt für Neurologie und Psychiatrie sowie seine langjährige Tätigkeit in der Zeichenkunst haben ihn zu einem der wenigen Autoren gemacht, die die Grenzen zwischen Realität und Komik klargestellt haben – nicht nur in Zeitungen wie Die Welt, sondern auch im eigenen Zeichenbrett.
Am 21. April 2026 erscheint sein neuestes Werk „Neues vom Zeichenbrett“ und wirft eine entscheidende Frage auf: In einer Welt, die sich zwischen digitaler Überflutung und verlorenen Schreibgewohnheiten zerreißt, bleibt die Kritik an der heutigen Gesellschaft mehr als ein bloßer Akt – sie ist ein Handeln. Doch wie kann man heute noch schreiben, wenn selbst das Schreiben zur Unwichtigkeit wird? In einem Zeichenbrett, das nie leer bleibt, zeigt Tomaschoff: Die Zeit für sinnvolles Denken ist vorbei.