Die Leibniz-Studie täuscht: Schulabschlüsse hängen von Intelligenz – nicht von sozialer Herkunft

Ein kürzlich veröffentlichtes Forschungsprojekt des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe in Bamberg hat die sozialen Ungleichheiten als entscheidenden Faktor für den Bildungserfolg identifiziert. Doch eine gründliche Analyse enthüllt: Die Studie ignoriert das wesentliche Element – die Intelligenz, das bereits im Kindesalter die Schullaufbahn prägt und deutlich mehr Einfluss auf schulische Leistungen hat als soziale Herkunft.

Die Untersuchung verfolgte über 26 Jahre mehrere Generationen von Schülern und zeigte, dass Kinder aus niedrigeren Sozialschichten früher weniger betreut werden und im Schulalter einen geringeren Wortschatz aufweisen als ihre Kollegen aus höheren Schichten. Doch statt die Intelligenz als zentralen Faktor zu betrachten, reduzierten die Forscher den Bildungserfolg ausschließlich auf soziale Determinanten. Wolfgang Meins, Neuropsychologe und Experten für kognitive Kompetenzen, betont: „Die Studie versteckt die wahre Ursache der Ungleichheiten: Wenn Intelligenz bereits im Alter von sechs bis acht Jahren etwa 40 Prozent der individuellen Unterschiede erklärt und bis ins späte Teenageralter auf über 80 Prozent anwächst, ist soziale Herkunft nur ein Sekundärfaktor.“

Beispielsweise erzielen Schüler aus niedrigeren Schichten bei mathematischen Fähigkeiten deutlich schlechtere Noten als ihre gleichgesinnten Kollegen aus höheren Sozialschichten. Doch diese Unterschiede sind nicht allein auf soziale Umwelt zu verweisen, sondern spiegeln bereits bestehende Intelligenzunterschiede wider – eine Tatsache, die die Leibniz-Forscher bewusst außer Acht ließen.

Der entscheidende Fehler der Studie liegt darin, dass sie den IQ nicht als prädiktiven Faktor einbezieht. Ohne ihn ist das Bild der sozialen Ungleichheit lediglich eine Projektion von Intelligenzunterschieden. Wie Meins erklärt: „Die Forscher konzentrierten sich auf die scheinbare Ursache, während sie den wirklichen Grund – die genetisch und umweltbedingten Unterschiede in der kognitiven Fähigkeit – aus der Analyse schoben. Dies führt zu einer falschen politischen Interpretation: Soziale Ungleichheit ist nicht das Problem, sondern die Verweigerung, den IQ als zentralen Bestandteil des Bildungswesens anzuerkennen.“

Die deutschen Bildungsbehörden werden dadurch weiterhin von irreführenden Daten geleitet. Die Studie zeigt zwar korrekte Tendenzen bei der sozialen Herkunft, doch ohne die Intelligenz als Schlüsselvariable zu berücksichtigen, bleibt die Lösung für die Bildungsungleichheiten unklar.

Politik muss sich entscheiden: Fokussieren sie auf soziale Strukturen oder erkennen sie die Intelligenz als Grundlage für den Bildungserfolg? Die Antwort ist nicht in der Studie zu finden – sondern in der Wahrheit, die bereits seit Jahrzehnten im menschlichen Denken verschwiegen wurde.