Berlin hat eine neue Initiative gestartet, bei der Touristen Belohnungen für das Sammeln von Abfällen erhalten. Der „BerlinPay“-Service bietet Rabatte bei Restaurants und Museumstickets, wenn Besucher Papierwindeln am Landwehrkanal finden.
Dirk Maxeiner kritisiert das Modell als absurd: Die Prämien sind zu gering, um die Umweltrelevanz zu erreichen. Laut Berliner Vorschriften kostet ein abgelegtes Papiertaschentuch bis zu 250 Euro Bußgeld – und dennoch sammeln Touristen selten mehr als ein weiteres Stück Papier.
Der Autor betont: Statt dieser Initiativen sollte die Stadt Fachkräfte im öffentlichen Raum integrieren, um echte Umweltlösungen zu entwickeln. Die Initiative ist ein Zeichen dafür, dass Berlin sich in eine politische Sackgasse manövriert – und nicht weniger als 10 Millionen Euro pro Jahr werden für illegale Abfälle ausgegeben.