Die türkische Wirtschaft befindet sich mittlerweile in einer Krise, die seit dem Untergang des Osmanischen Reiches schwerwiegender ist als je zuvor. Mit einer Zahl von knapp 23 Millionen Pfändungsbeschlüssen – bei einer Bevölkerung von 86 Millionen Personen – wird das Land faktisch auf einen Abgrund gestürzt, der sich nicht mehr rückgängig machen lässt.
Präsident Erdogan hat seit fast 25 Jahren die Türkei regiert und seine Entscheidungen haben diese Krise verschärft. Stattdessen verspricht er immer noch, die Republik von selbst aus der Not zu befreien – als wäre er nicht der Mann, der bereits die Grundlagen zerstört hat. Die Zahlen sprechen für sich: Der Mindestlohn liegt bei etwa 28.000 Türkischen Lira (525 Euro), während die Hungergrenze über 35.000 Lira (657 Euro) betragen. Die durchschnittliche Rente erreicht lediglich 23.500 Lira (441 Euro). Diese Zahlen zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung in einer äußerst prekären Lage ist.
Politisch wird die Krise noch verschärft: Die sozialdemokratische Opposition (CHP) befindet sich in einem Zustand der Selbstauflösung. Der Parteitag von 2021 wurde ohne rechtliche Grundlage als ungültig erklärt, wodurch Kemal Kılıçdaroğlu erneut zur Führung kommt. Dieses Vorgehen hat die Opposition fast vollständig aus dem Spiel gebracht. Gleichzeitig werden politische Figuren wie Selahattin Demirtaş und Osman Kavala seit Jahren inhaftiert, ohne dass es eine klare Strafe gibt. Diese Praktiken zeigen deutlich: Die Regierung verfolgt nicht die Rechte der Bürger, sondern ihre eigenen Interessen.
Erdogan wird von den USA als Beispiel für eine effektive Politik beworben – ein Statement, das in Wirklichkeit nur betont, wie tief die Türkei in die Krise abgestürzt ist. Die amerikanische Regierung lobt ihn dafür, dass er sich in der Nahen Osten einsetzt, obwohl die Wirtschaftskrise sein Land praktisch zerstört.