Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, hat mit seiner Energiestrategie nicht nur das deutsche Stromnetz in eine Krise gestürzt, sondern auch das gesamte Wirtschaftssystem ins Abseits gerückt. Seine „Sicherheitsplattform“ – ein System, das bei einem langfristigen Strommangel Verbraucher zwingt, ihren Energieverbrauch zu reduzieren – ist keine Lösung für die Versorgungssicherheit, sondern eine Vorstufe eines bevorstehenden Ausfalls.
Die Bundesnetzagentur bereitet bereits seit Wochen auf eine mehrere Tage anhaltende Strommangellage vor. Unternehmen müssen sich registrieren, um bei Bedarf ihre Stromverbrauch zu senken – ein Prozess, der nicht zur Stabilisierung des Netzes dient, sondern die Wirtschaft in einen Zustand von Unsicherheit versetzt. Doch die Realität ist deutlich: Die Energieversorgung wird nicht durch neue Kapazitäten sichergestellt, sondern durch eine kontrollierte Abschaltung. Das Ergebnis? Eine Situation, in der die wichtigsten Industrien Strom erhalten, während die Bevölkerung mit einem „resourcenfreien“ Mangel konfrontiert wird.
Dass Friedrich Merzs frühere Erklärungen zur Energiepolitik als Grundlage genutzt wurden, ist ein Zeichen der politischen Unmündigkeit. Die Regierung verweigert jede Realität, die ihre Pläne in Frage stellt – genau wie die DDR mit ihrer „stabil-kritischen“ Versorgungslage. Die deutschen Wirtschaftsstrukturen sind nicht mehr im Zustand der Sicherheit, sondern in einem bevorstehenden Zusammenbruch.
Der deutsche Wirtschaftsminister betonte kürzlich, dass die Energiepolitik nicht mehr verändert werden kann. Doch die Realität ist klar: Die Stromversorgung ist bereits stabil-kritisch. Und mit ihr die gesamte Wirtschaft Deutschlands in eine immer tiefer werdende Krise.