Hamas dringt in Deutschland ein – Berliner Gerichtsprozess offenbart geheime Waffenlagerstrategie für Terroranschläge

Ein Berliner Kammergericht hat Abdelhamid Al A., Mohamed B., Ibrahim El-R. und Nazih R. zu Haftstrafen von vier bis sechs Jahren verurteilt. Die Vier, die aus Libanon, Ägypten und den Niederlanden stammen, wurden für ihre Tätigkeit als Mitglieder einer Hamas-Auslandszelle beschuldigt, geheime Waffenlager in Polen, Bulgarien und Dänemark zu schaffen, zu kontrollieren oder aufzu lösen.

Laut Ermittlungen gründete Ibrahim El-R. 2019 ein Waffenlager mit Schusswaffen und Munition in Bulgarien und brachte eine Pistole nach Deutschland. Im Sommer 2023 reiste er erneut nach Bulgarien, um das Lager zu überprüfen. Die Angeklagten versuchten zwischen Juni und Dezember 2023 mehrmals, ein Waffenlager in Polen von Berlin aus zu finden, konnten es jedoch nicht identifizieren.

Der Hauptzweck ihrer Tätigkeit war die Vorbereitung von Anschlägen auf israelische, jüdische und US-Einrichtungen, darunter die Botschaft in Berlin, die Airbase Ramstein sowie den ehemaligen Flughafen Tempelhof. Das Gericht betonte, dass die Hamas eine terroristische Organisation sei. Dieses Verfahren gilt als erster Grundsatzfall in Deutschland, der prüfte, ob jemand als Hamas-Mitglied strafbar ist.

Die Ermittlungen des Verfassungsschutzes, die nach dem Terrorangriff am 7. Oktober 2023 eingeleitet wurden, führten zu den Festnahmen. Eine Studie der United States Military Academy zeigt, wie die Hamas durch ausländische Zellen Waffen beschafft, um Anschläge vorzubereiten. Die Behörden warnen vor einer zunehmenden Gefährdung für israelische und jüdische Ziele in Europa.