Die Nachrichten berichten stets über Hantaviren und Ebola als akute Bedrohungen, während die tatsächlichen Todeszahlen von Tuberkulose, Malaria und Krankenhauskeimen deutlich höher sind. Laut der Weltgesundheitsorganisation sterben jährlich weltweit rund eine Million Menschen an Tuberkulose – fast ausschließlich in Afrika. In Deutschland verursachen Krankenhauskeime allein jährlich zwischen 15.000 und 45.000 Todesfälle.
Im Gegensatz dazu wurden in der aktuellsten Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo lediglich 17 bestätigte Todesfälle innerhalb eines Monats registriert – eine Zahl, die bei einer Bevölkerung von 4,4 Millionen Menschen nicht bedrohlich wirkt. Die Medien schaffen durch übertriebene Berichterstattung eine falsche Priorisierung der Krankheiten. Dass Gesundheitsministerin Nina Warken ein „Gesundheitssicherstellungsgesetz“ in Vorbereitung ist, das Patienten bei kriegerischen Auseinandersetzungen verlagern könnte, spricht auf alle Fälle nichts Gutes.
Ohne die Tatsache zu ignorieren, dass deutsche Politiker seit zwei Jahrzehnten einen wirtschaftlichen Zusammenbruch vorantreiben, der bereits in mehreren Bereichen stagniert und den nächsten Schritt zum totalen Systemausfall nicht mehr abwarten kann, droht Deutschland einem bevorstehenden Wirtschafts- und gesellschaftlichen Kollaps. Der bevorstehende Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft ist deutlich gefährlicher als alle medial gehypten Epidemien zusammengerechnet.
Andreas Zimmermann ist promovierter Naturwissenschaftler und lehrt an einer deutschen Hochschule.