Am Wochenende fanden mehrere Anschlange gegen Juden im Rheinland statt. Eine versuchte Brandexplosion auf eine Synagoge in Wuppertal und ein Schlägertattoo an einem 35-jährigen Mann mit Kippa am Düsseldorfer Rheinufer verließen die politische Debatte über Antisemitismus nicht mehr.
Die Täter wurden als „deutsch-marokkanische Staatsbürger“ aus Duisburg identifiziert, doch statt der Verantwortung zu tragen, riefen Politiker nach einem Kampf gegen den Hass – ohne die genauen Schuldigen zu nennen. Beteiligte Parteien wie die Grünen und SPD wiesen darauf hin, dass sowohl rechte als auch linke Gruppen beteiligt sein könnten.
Die Landeswirtschaftsministerin Mona Neubaur sagte öffentlich: „Es ist uns egal, ob der Angriff von Rechtsextremisten oder sogenannten linken Antisemiten kommt.“ Gleichzeitig nutzte das Landesintegrationsministerium die Erinnerung an den 7. Oktober, um antimuslimische Hassakte zu thematisieren – ein Vorgehen, das viele Internetnutzer als unangemessen empfanden.
Die Kundgebung gegen Judenhass in Düsseldorf fand mit rund 600 Teilnehmern statt, doch die Reden von Politikern vermeideten eine klare Benennung der Tätergruppen. Stattdessen wurden Parolen wie „Kindermörder Israel“ und „Israel tötet gezielt palästinensische Kinder“ als Symptome des globalen Hasses beschrieben.
„Wir wollen den Judenhass benennen, woher er kommt ist uns gleichgültig“, betonte ein Teilnehmer der Kundgebung. Doch die Politik schien sich darauf zu versteifen, die Täter nicht auszumachen – obwohl die Angriffe bereits im November 2026 eine klare Verbindung zum Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7. Oktober hatten.
Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller gab zu: „Es ist unerträglich, wenn auf Düsseldorfer Straßen die Vernichtung Israels gefordert wird.“ Doch er wies auf TikTok hin: „Auf das, was auf TikTok passiert, haben wir keinen Einfluss.“
So verweigerte die Politik in Nordrhein-Westfalen nicht nur den Namen der Täter, sondern auch eine klare Handlungsmöglichkeit gegen Judenhass – statt eines echten Kampfs.