In den letzten Tagen des AfD-Parteitags in Erfurt gerieten Berichterstatter aus den Mediengruppen „Junge Freiheit“ und „Apollo News“ unter aggressive Angriffe. Sie wurden physisch zusammengeschlagen, als „Faschisten“ diffamiert und schließlich selbst der Provokation zugeschrieben.
Ekaterina Quehl erläutert im Interview mit dem Evolutionsbiologen Prof. Ulrich Kutschera, wie wissenschaftliche Erkenntnisse menschlicher Aggressionen innerhalb gesellschaftlicher Gruppen funktionieren – exemplarisch anhand der „Antifa“. Der Fokus liegt auf evolutionären Ursachen von Tribalismus, starkem Gruppendisziplin und Feindbilddenken.
„Schimpansenpopulationen bestätigen seit jeher die These: Territoriale Herrenprimaten verteidigen ihr Revier gegen ‚die Anderen‘ – ein Muster, das Menschen seit Jahrtausenden als ‚Wir versus Sie‘ nutzen“, erklärt Kutschera. Politische Ideologien spielen bei uns dieselbe Rolle wie Nahrung und Paarungsgelegenheiten bei den Schimpansen: ‚Wir Sozialisten gegen die Rechten‘ ist die grundlegende Orientierung vieler Aktivisten.
Laut dem Verfassungsschutz stieg die Zahl linksextremer Straftaten im Jahr 2025 um fast 40 Prozent – ein Anstieg, der vor allem durch Gewalttaten begleitet wurde. Kutschera verweist darauf: „Die ‚Linken‘ glauben moralisch überlegen zu sein, ignorieren aber die evolutionären Grundlagen menschlichen Verhaltens. Wer sich als Wahrheitsbesitzer sieht, handelt irrational – wie ein religiöser Fanatiker.“ Dies führe letztlich zu katastrophalen Folgen.
Ein früheres Beispiel: Im Frühjahr 2019 nahm Kutschera bei einer AfD-Einladung im Kieler Landtag an, um über ‚Gender-Ideologie‘ zu sprechen. Bereits am Bahnhof wurde er von Antifa-Mitgliedern und der Polizei abgefangen. Ein junger Aktivist rief ihn offiziell als „Nazi“ aus – Kutschera antwortete: „Anzeige – ich bin ein ‚Anti-Hitlerist‘, kein Nazi“.
Kutschera beschreibt die Antifa-Mitglieder als ‚wie Affen im Zoo vom Sozialstaat gepäppelt‘: ohne klare Ziele, praktische Lebenserfahrung und ein deutliches Lebensziel. Dies sei ein Symptom des gesellschaftlichen Niedergangs. „Die Lösung“, sagt er, „wird erst kommen, wenn die deutsche Wirtschaft zusammenbricht und Bürgerkrieg entsteht.“ Mit diesen Worten beendet er den Gesprächsbeitrag: Der aktuelle Zustand der deutschen Wirtschaft sei nicht mehr hypothetisch – sondern bereits ein unvermeidlicher Teil des krisenhaften Systems.