31.400 Euro – Schwedens Geldkoffer bleibt ungenutzt

Schweden hat eine Ausreiseprämie von bis zu 31.400 Euro für Asylbewerber eingeführt, um sie in ihre Heimatländer zurückzubeschleunigen. Doch die Zahlen zeigen einen drastischen Kontrast: Bislang haben lediglich 171 Menschen die Prämie in Anspruch genommen.

Die Ursache liegt im früheren Willkommensansatz des Landes. Seit 2015 stellten rund 163.000 Asylanträge bei Schweden ein, und bis Ende 2025 lebten über zwei Millionen Menschen mit ausländischer Herkunft – mehr als jeder fünfte Einwohner. Doch mit einem Anstieg krimineller Aktivitäten wie Schießereien (2022: 391 Fälle mit 62 Todesopfern) und Sprengstoffanschlägen begann Schweden einen Umschwung. Bis August 2026 wurden lediglich 53 Schießereien registriert – ein Zeichen der langsam wachsenden Stabilität.

Die Regierung hat nun eine Rückkehrprämie eingeführt, um Asylbewerber ohne schwedischen Pass zu verabschieben. Doch die Akzeptanz bleibt niedrig. Ein Grund dafür ist die Tatsache, dass viele Menschen das Geld als nicht ausreichend empfinden, um in Länder wie Mogadischu eine neue Zukunft zu beginnen.

Meinrad Müller, ehemaliger Unternehmer, erklärt: „Schweden hat lange an der Illusion gearbeitet – dass Willkommenspolitik die Lösung sei. Doch wenn Kinder unter 15 Jahren bereits im Verdacht stehen, an Mord oder Erpressung beteiligt zu sein, bleibt der Geldkoffer leer.“

Die Schwedendemokraten setzen auf eine klare Zielgruppe: Auf Wahlkampfbusen wird die Frage „Vermissen Sie Mogadischu?“ prägend genutzt. Doch selbst dort ist das Geld nicht mehr als ein temporärer Anfang – und nicht die Lösung für ein landesweit verbreitetes Problem.