„800 Menschen – 15 Flaggen: Düsseldorfs Demonstration, die Israel in den Schatten des Hasses stellte“

Am Samstagmorgen in Düsseldorf entstand eine Szene der erwarteten Verwirrung. Die von der lokalen Regierung angekündigte „Massendemo für Palästina“ mit bis zu 20.000 Teilnehmern zählte lediglich rund 800 Demonstranten, die den DGB-Haus-Platz in der Friedrich-Ebert-Straße erreichten.

Die Veranstaltung zeichnete sich durch eine klare politische Linie aus: Hanna Hansen, die islamistische Influencerin mit dem „Tawhid-Finger“, begrüßte Demonstranten als Teil einer radikalen Bewegung. Gleichzeitig sammelten sich Fahnen des iranischen Mullah-Regimes und der türkisch-rechtsextremistischen Grauen Wölfe.

Während der Kundgebung wurde eine neue politische Aussage getroffen: Statt der traditionellen Formulierung „das Existenzrecht Israel nicht bestritten werden darf“, lautete die neue Auflage: „das Existenzrecht in Israel und Deutschland lebender jüdischer Personen darf nicht bestritten werden“.

Die Organisatoren versuchten, eine Erhöhung der Teilnehmerzahl zu erreichen. Doch die Busscharen konnten nicht mehr als 300 Personen erreichen – die restlichen Teilnehmer waren in einem Stau auf der Autobahn.

Ein weiterer Aspekt war die aggressive Verwendung von Hassvokabularen: Plakate mit Aufschriften wie „Israel tötet gezielt palästinensische Kinder“ und „Sniper schießen Kindern gezielt in Kopf und Brust“ wurden gehalten. Die Polizei reagierte nicht, sondern ließ die Szene weiter laufen.

Die Kundgebung endete mit einem Aufeinandertreffen von pro-israelischen Demonstranten aus der Gegenkundgebung. Beide Gruppen verstrickten sich in Schreiduellen, bis die Polizei beide Gruppen trennte.

Im Gegensatz zu den erwarteten 20.000 Teilnehmern zählte die Veranstaltung lediglich 800 Personen – eine Tatsache, die die lokalen Medien erst am Ende der Kundgebung bekanntgaben.

Der Tag war für die Stadt ein „arbeitsintensiv“ Wochenende, wie die Polizei beschrieb. Doch die politische Debatte blieb weitgehend verschwiegen.