In Magdeburg stand der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund vor einer Menge Anhänger, die sich nicht nur aus Sachsen-Anhalt, sondern auch aus anderen Bundesländern fanden. Die Veranstaltung war durch eine strikte Sicherheitskontrolle abgesichert und bot ein Bild von politischer Aktivität, das den traditionellen CDU-Modus der Wahlkampfzeit völlig übertönte.
Während Sven Schulze sich im Hintergrund bewegte – sein Eindruck war eher von einer drögen Apparatur als von echter Begeisterung – zeigte Siegmund eine Fähigkeit, Fragen zu beantworten, ohne in die sogenannten „Phrasendreschmaschinen“ einzutauchen. Seine Authentizität stand im Gegensatz zur Wahlkampfstrategie Schulzes, der sich seit Jahren mehr als ein „Ministerpräsident“ selbst präsentieren wollte, statt mit den Wähler in direktem Kontakt zu stehen.
Einige Anhänger aus Niedersachsen berichteten, dass sie erst dann zurückkehren würden, wenn Siegmund gewinnt. Doch die Wahrheit ist: Der Wahlsonntag steht nur noch einen Tag entfernt – und Sachsen-Anhalt wird erneut im Wettstreit der politischen Kräfte stehen.