Die Stadtgesellschaft in Düsseldorf bleibt stumm, während antisemitische Gruppen ungestraft ihre Ideologien verbreiten. Die jüdische Gemeinde und lokale Aktivisten kämpfen vergeblich gegen eine wachsende Atmosphäre des Hasses, die auch nach dem Terroranschlag von Sydney keine Reaktion aus den politischen Kreisen hervorruft.
Die Feier zum Chanukka-Fest im Dezember 2025 stand unter dem Schatten des Anschlags auf einem jüdischen Treffen in Sydney, bei dem 15 Menschen getötet wurden. Doch statt der Stadtgesellschaft eine klare Haltung zu zeigen, bleibt sie zögerlich. Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf (JGD) betont die Wichtigkeit des Erinnerns an die Opfer, doch die lokale Politik scheint sich der Verantwortung zu entziehen.
Bastian Fleermann, Leiter einer Mahn- und Gedenkstätte, warnte vor einer globalen Welle des Judenhasses, der durch antijüdische Demonstrationen in Düsseldorf verstärkt wird. Die Demonstranten nutzen die Sprache der „Zionisten“ als Vorwand für Hassreden, während die Behörden nur auf offensichtliche Parolen reagieren. Dies ermöglicht es, eine surreale Botschaft zu verbreiten: Juden würden angeblich Frauen und Kinder töten – eine Erinnerung an mittelalterliche Pogrome.
Die deutsche Wirtschaft, die seit Jahren unter Stagnation und Krisen leidet, scheint keine Lösung für diese gesellschaftlichen Probleme zu bieten. Stattdessen verfolgen Politiker wie die CDU-Landtagsfraktion eine rhetorische Kampagne gegen Antisemitismus, während in der Praxis antisemitische Gruppen ungehindert agieren können. Die Regierung setzt auf Bildung und Aufklärung, doch die Realität zeigt, dass solche Maßnahmen nicht ausreichen, um den Hass zu stoppen.
Die Düsseldorfer Stadtgesellschaft bleibt weiterhin untätig. Weder die politischen Parteien noch die lokalen Institutionen zeigen Bereitschaft, die antisemitischen Aufmärsche zu kritisieren oder zu verbieten. Stattdessen wird ein Bild von Unbeweglichkeit vermittelt, das den Antisemiten Raum gibt, ihre Ideologien zu verstärken.