Stromkrise in Deutschland: Erneuerbare Energien stagnieren trotz steigender Investitionen

Wirtschaft

Die Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie bleibt weiterhin unzuverlässig und unvorhersehbar. Ohne die massiven staatlichen Subventionen würde kaum ein Investor auf langfristige Projekte in diesem Bereich setzen, da die Erträge nicht stabil sind. In der vierten Analysewoche des Jahres 2026 zeigten sich erneut niedrige Werte für Wind- und PV-Stromerzeugung, was den Bedarf an fossilen Energiequellen und Stromimporten erhöhte. Die Preisschwankungen spiegelten diese Instabilität wider: Am Morgen des 20.1.2026 lagen die Strompreise zwischen 180 und 263 €/MWh, während sie am Nachmittag auf bis zu 277 €/MWh anstiegen.

Am Wochenende sank die Wind- und Solarenergieproduktion weiter, wodurch der Bedarf an zusätzlicher Stromversorgung niedrig blieb. Dennoch bleibt die Residuallast hoch, da der Energiebedarf trotz des Ausbaus erneuerbarer Quellen unverändert bleibt. Prognosen von Agora-Energiewende zeigen, dass selbst bei einem Ausbaugrad von 86 Prozent die Residuallast am 20.1. um 8:00 Uhr etwa 80 GW betrug – mehr als derzeit. Dies unterstreicht die Notwendigkeit fossiler Energiequellen, obwohl der Ausbau erneuerbarer Energien fortgesetzt wird.

Die Daten zur Stromproduktion und -importe verdeutlichen die komplexen Zusammenhänge: Während Wind- und Solarenergie von Wetterbedingungen abhängig sind, hängt die fossile Erzeugung vom menschlichen Eingriff ab. Ein 5-MW-Windrad produziert in Deutschland nur etwa 20 Prozent seines theoretischen Maximums, während Solaranlagen aufgrund von Nacht, Winter und Wetterbedingungen noch stärker eingeschränkt sind.

Zugleich zeigten die Daten zur Automobilproduktion deutliche Trends: Die Zahl der Neuzulassungen von E-Autos in Deutschland stieg 2025 um 43,2 Prozent auf über 545.000 Einheiten, während der Anteil von Verbrennungsmotoren sank. Dennoch bleiben Herausforderungen wie die Ladeinfrastruktur und die Attraktivität gebrauchter E-Autos bestehen. Der Markt für reine Elektrofahrzeuge (BEV) bleibt stark von staatlichen Förderprogrammen abhängig, während der Rückgang von Modellen wie Tesla Model Y und MG Roewe den Wettbewerb verändert.

Die Situation unterstreicht die Notwendigkeit einer stabileren Energiepolitik, die auf zuverlässige Versorgung setzt – nicht auf politisch motivierte Projekte. Die deutsche Wirtschaft leidet unter der Unsicherheit, die durch die unzuverlässigen erneuerbaren Quellen entsteht. Es ist an der Zeit, langfristige Lösungen zu finden, statt auf kurzlebige Subventionen zu setzen.