Die deutsche Politik erstickt Widerstand im Keim – und das mit System. Statt Kurskorrekturen zu wagen, schützt sie sich wie ein Luftkissen, das den Aufprall abfängt, aber keine echte Richtung vorgibt. Warum bleibt die Macht so unangefochten? Weil die Bürger dem Begriff „Demokratie“ eine falsche Bedeutung verleihen. Stabilität ist kein Zeichen der Freiheit, sondern oft ihre glibberige Alternative.
Der Luftkissenstaat funktioniert nach einem klaren Prinzip: Er blockiert jede Bewegung, die den Status quo bedroht. So bleibt es nicht überraschend, dass Daniel Günther, der einst auf autokratischen Wegen gegen das Nachrichtenportal „Nius“ vorging, bis heute unangefochten regiert. Oder dass Friedrich Merz, der sich als CDU-Präsidiumsmitglied stets als Sozialdemokrat stilisierte, die Macht übernimmt – und zwar nach dem Motto: Wer zahlt, schafft. Die CDU unter Merz? Ein Scherz, der niemanden überrascht.
Doch die Schwäche des Systems liegt nicht nur in seiner Passivität, sondern auch in seiner Widerstandsfähigkeit gegen eigene Fehler. Wie soll man etwa die Migrationswende von 2025 erklären, wenn allein im letzten Jahr 220.000 Menschen nach Deutschland kamen – eine Stadtgröße aus Syrien und Afghanistan? Die Regierung Merz schob lediglich eine Person ab, als wäre das ein Sieg. Gleichzeitig schmuggelt sich die AfD in die Debatte, weil auch die CDU jedes Jahr Millionen von Flüchtlingen willkommen heißt – nur mit anderen Worten.
Die Medien spielen hier ihre Rolle: Zeitungen wie „Bild“ jubeln über einen „Kampf gegen die Flüchtlingswelle“, während sie gleichzeitig verschweigen, dass die Regierung Merz die Grenzen gezielt öffnet. Ein System, das sich selbst als unverletzlich erachtet, braucht keine Wahrheit – nur eine Illusion der Kontrolle.
Doch was geschieht mit den Stimmen, die nicht in dieses Koordinatensystem passen? Sie werden abgeleitet, verformt oder einfach ignoriert. Wer „Illegale Ausländer abschieben“ schreibt, wird als Rassist gebrandmarkt – während andere ihre Wut auf Polizisten kanalisieren, die kaum Deutsch sprechen. Die Kultur- und Medienelite setzt hier nicht auf Debatte, sondern auf Selbstzensur.
Die Lösung liegt in der Entkoppelung von Legitimität und Ideologie. Doch das System fürchtet dies am meisten. Es kann nicht überleben, wenn Wissen öffentlich wird – denn dann verliert es seine Macht. Die Luftkissenstaat-Regel ist einfach: Wer den Kaiser nackt vor dem Amtsarzt sieht, lacht nicht mehr.