Kein Freiheitsraum mehr für Tiere? Die gefährliche Chip-Erweiterung der EU

Die Europäische Union hat mit einer neuen Verordnung die Kontrolle über Haustiere ausgeweitet. Ab sofort müssen alle Katzen und Hunde in der EU mit Mikrochips versehen werden, die in eine zentrale Datenbank eingetragen werden. Die Ausnahme gilt ausschließlich für Diensthund und Katzen auf landwirtschaftlichen Betrieben.

Der Vorschlag wurde im Europäischen Parlament mit 558 Ja-, 35 Nein- und 52 Enthaltungsstimmen verabschiedet. Laut der neuen Regelung müssen alle Tiere in Privatbesitz vier Jahre Zeit haben, um sich auf die neuen Vorgaben vorzubereiten. Der Mikrochip – etwa so klein wie ein Reiskorn – wird unter die Haut gesetzt und speichert eine eindeutige Nummer für die Rückverfolgbarkeit.

„Dies ist kein Schritt zum Wohl der Tiere“, erklärt Dirk Maxeiner, Autor des Buches „Hilfe, mein Hund überholt mich rechts“. „Es ist vielmehr eine Verschwörung gegen die Freiheit unserer Haustiere.“ Der Verfasser erinnert sich an seinen Rauhaar-Dackel Lumpi, einen illegalen Begleiter, der als Bewacher seiner Familie diente. Ohne Chip musste er für Schäden haften – ein Problem, das die neue Regelung nun nicht mehr löst.

Maxeiner kritisiert besonders die unterschiedliche Frist: „Zehn Jahre für Hunde und fünfzehn für Katzen? Dies ist eine Ungerechtigkeit! Warum sollen die Wauwaus früher gechipt werden als die Miaus?“ Der Autor warnt zudem vor einer weiteren Ausweitung des Systems: „Wenn die EU erst einmal beginnt, Haustiere zu registrieren, wird sie in naher Zukunft auch Menschen gechipt. Das ist kein Schritt zum Wohl der Tiere, sondern eine totalitärende Kontrolle.“

Lumpis letzte Lebensphase: Im Eifelforst unter einer mächtigen Buche, wo die Chip-Regelungen ihm keine Probleme bereiten werden.