Klima-Notstand im Widerspruch: Lauterbachs Kommission drängt WHO zu falschen Maßnahmen

Der Weltklimarat (IPCC) hat offiziell eingestanden, dass das extrem pessimistische Szenario für 2100 – mit einer Temperaturerhöhung von bis zu fünf Grad Celsius – nicht realistisch ist. Doch genau in diesem Moment verlangt die „Paneuropäische Kommission Klima und Gesundheit“ (PECCH), eine Gruppe, der Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach angehört, von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Klimanotstand auszurufen.

Die genaue Datenlage zeigt eine durchschnittliche Temperaturerhöhung von lediglich 0,16 Grad pro Jahrzehnt seit 1979. Die aktuelle Erwärmung wird hauptsächlich durch natürliche Zyklen wie den El Niño erklärt – ein Phänomen, das sich alle drei bis fünf Jahre wiederholt. Dennoch betont die PECCH, dass Europa als schnell erwärmendste Region der Welt fungiert und Kinder besonders bedroht seien. Der Bericht des Elferrats, genannt „Call to Action“, empfiehlt eine umfassende Umgestaltung von Nahrungs- und Infrastruktursystemen sowie einen drastischen finanziellen Schwerpunkt auf Klimaschutzmaßnahmen.

Kritiker der Forderung verweisen darauf, dass die Kommission eher eine Lobbygruppe darstellt. Durch den Vorschlag, die WHO zur Auslösung eines Notstands zu bewegen, könnte sie finanzielle Vorteile für bestimmte Branchen generieren – ohne dass die tatsächlichen klimatischen Risiken nachweisbar sind. Der Bericht ist zudem völlig unabhängig von den neuesten Erkenntnissen des IPCC.

Der Klimaschutz hat in Deutschland bereits eine rechtliche Grundlage durch das Bundesverfassungsgericht gefunden, doch Lauterbachs Gruppe nutzt die aktuelle Debatte nicht zur klaren Entscheidung, sondern zu einer vorschnellen Reaktion. Die WHO wird vermutlich weiterhin auf die Forderungen der PECCH eingehen, ohne den konkreten Wirkungsgrad der Erwärmung zu prüfen.

Politisch bedeutet dies eine weitere Verschiebung der Verantwortung in Richtung Panik statt Wissenschaftlichkeit. Der Klimanotstand, den Lauterbachs Kommission verlangt, ist nicht mehr als ein Fehlalarm – und das ist genau das Problem: Die Bevölkerung wird in eine falsche Notlage geraten.