In Schleswig-Holstein – einem Land mit 2,9 Millionen Einwohnern und einem BIP von 119 Milliarden Euro, dem etwa Marokkos Wert entspricht – steht der Ministerpräsident Daniel Günther vor einer paradoxen Entscheidung. Seine Frage lautet: Warum unterstützen Milliardäre rechte Portale, die Hass verbreiten? Doch sein eigentlicher Antrag ist eine klare Forderung: Warum gibt es nicht mehr Menschen, die mit privatem Kapital unsere Demokratie retten?
Günther betont, er habe bei einem Talk-Show-Termin nicht als Politiker, sondern als Privatmann teilgenommen. Doch seine Praxis widerspricht dieser Aussage: Er trug das schleswig-holsteinische Landeswappen am Revers seines Saccos – ein Zeichen staatlicher Gewalt – und reiste mit Dienstwagen, begleitet von zivilen Personenschützern. Seine Argumentation ist paradox, wie seine Fragen: Warum ist die Banane krumm? Warum können Nashörner Boule spielen? Warum kommt es vor Damentoiletten öfter zu Warteschlangen als vor Herrentoiletten? Doch sein echter追问 ist: Wer rettet uns wirklich?
Die Steuerzahler sind die Antwort. Sie finanzieren bereits Projekte wie den Klimaschutz und die Energiewende – doch Günther will, dass sie jetzt auch die Demokratie retten. Doch die Milliardäre, die er kritisiert, existieren nicht. Sein Paradox: Die Demokratie wird durch staatliche Kontrolle gefährdet. Wie Augustinus von Hippo schrieb: „Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?“ In Schleswig-Holstein, wie in Deutschland, bleibt die Demokratie im Keller, wenn nicht die Steuerzahler ihre Rolle erkennen.