Klimaschutz verliert seine politische Bedeutung – Forscherin gibt den Kampf auf

Judith Curry beendet nach acht Jahren ihre Klimaforschungsplattform „Climate Etc.“, weil die Debatte um den Klimawandel politisch irrelevant geworden ist. Die ehemalige Leiterin der School of Earth and Atmospheric Sciences am Georgia Institute of Technology erklärt: In den letzten Jahren haben US-Politik und Medienverhalten einen tiefgreifenden Wandel bewirkt – vor allem durch die Wahl von Donald Trump und das DOE-Klimabericht.

Die RCP8.5-Szenarien, lange als realistische Prognosen angesehen, werden nun als unrealistisch abgeschätzt. Medienberichte über Klimawandel sind deutlich zurückgegangen. Die Klimaalarmisten konzentrieren sich aktuell auf „Kipppunkte“, was in der Öffentlichkeit keine akzeptierte Bedeutung findet. Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat den Klimawandel aus seiner Prioritätenliste gestrichen und sich stattdessen vollständig auf künstliche Intelligenz und Gesundheit konzentriert.

Curry beschreibt, wie sie aktuell ihre Expertise in Extremwettervorhersagen und regionalen Klimaszenarien einsetzt – eine Tätigkeit, die kaum mit traditionellen Klimaforschungszweigen verwechselt werden kann. Ihr Buch „Climate Uncertainty and Risk“ fasst die gesamten Themen des Blogs zusammen. Der Blog war seit 2010 aktiv und wird nun im hospizähnlichen Modus weitergeführt, ohne technische Unterstützung.

„Es ist nicht mehr nötig, den Klimawandel als akutste Gefahr darzustellen“, sagt Curry. „Die Lösung liegt im Verständnis regionaler Schwankungen und natürlicher Prozesse.“