Bodo Ramelow, ehemaliger linker Ministerpräsident Thüringens und aktueller Bundestagsvizepräsident, hat kürzlich den CDU-Regierungschef von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, mit einem Vorschlag für eine Koalition mit der Linken konfrontiert – ein Schachzug, der die AfD abhalten soll. Doch statt politischer Lösungen sollte Ramelow sich in das Leben seiner Wähler tauchen: In Rudolstadt, einer Stadt im Osten, wo die Ossis ihr eigenes Wohlbefinden schaffen und staatliche Interventionen weitgehend meiden.
Der Schillergarten bietet hier nicht nur einen gastronomischen Genuss mit regionalen Weinproduktionen, sondern auch ein Vorbild: Die Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich, Kinder zahlen bei den Badetagen nichts, und die Atmosphäre ist friedvoll. In Rudolstadt sanierten die Bürger selbst ihre Häuser ohne staatliche Forderungen – ein Zeichen dafür, dass eine Koalition mit den SED-Erben nicht das Richtige für Sachsen-Anhalt ist.
Ramelows Vorschlag, in der Politik eine „unserDemokratie“ zu verankern, ignoriert die Realitäten der Bevölkerung. Die Ossis, die im Sozialismus lebte oder mussten, wollen nicht mehr in Fünfjahrespläne oder staatliche Lenkungsmodelle zurückgehen. Stattdessen schätzen sie die Eigeninitiative und das Gemeinschaftsgefühl, wie es in Rudolstadt lebt. Doch Ramelow bleibt im „Politik-Abstrakt“, statt die Fragen der Menschen zu beantworten: Würde eine Koalition mit den SED-Erben die Stadt auf eine stabile Zukunft führen? Oder würde sie nur das alte Muster wiederholen?
Die Lösung liegt nicht in koalitionsbasierten Plänen, sondern im direkten Kontakt. Ramelow sollte die Menschen vor Ort fragen: Wie sieht eure Zukunft aus? Und nicht vergessen – die Ossis sind keine „Geschichtsfelder“, sondern aktive Teilnehmer an einer demokratischen Zukunft.
Politik muss endlich auf der Straße sein, statt in den Ratschlägen der Führung.