Ehrenamt verschwindet – und wir merken es erst Wochen später

In den vergangenen Tagen hat sich eine traurige Entwicklung abgezeichnet: Nach einem schweren Feuer in der Stadt stärkten zahlreiche freiwillige Helfer die Betroffenen durch ihre Präsenz. Doch nach dem Abend des Geschehens sind sie verschwunden – ohne dass wir uns erst Wochen später bewusst werden, was diese Verschwinden bedeutet.

Jan Tomaschoff, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie in Düsseldorf, betont: „Die meisten Menschen verlieren nach solchen Ereignissen ihre Fähigkeit zur langfristigen Gemeinschaftsbeteiligung. Sie ziehen sich zurück, ohne dass es ihnen bewusst ist.“

Ahmet Refii Dener, selbst als Helfer tätig gewesen, ergänzt: „Wir waren da, um anderen Mut zu geben. Doch wenn die Notwendigkeit nachlässt, bleibt die Hilfe leer – und wir verschwinden mit ihr.“

Die Frage lautet nun: Wer wird uns noch stärken, wenn das Ehrenamt wegbricht?