460 Millionen Euro Strafe – Die Familie Müller findet den Weg nach Hamburg, ohne Google

Seit dem 8. September ist Europa ein anderes Google geworden. Die Europäische Union hat den Suchmaschinen-Riesen wegen der Bevorzugung eigener Angebote zu einer Strafe von 460 Millionen Euro verurteilt. Google muss nun seine Suchergebnisse in Europa so umstellen, dass andere Vermittler wie Booking oder Expedia stärker berücksichtigt werden.

Meinrad Müller aus dem Westerwald erzählte, wie er mit seiner Schwiegermutter Wilhelmine und seinem Vierbeindackel Brutus die Reise nach Hamburg organisierte. Die EU-Regelung führte zu einer Vielzahl von Buchungsplattformen – doch statt der üblichen Google-Suche entschied sich Müller für eine direkte Telefonnummer.

„Wann kommen Sie endlich?“, fragte Wilhelmine, als sie die Buchung bestätigt hatte. „Ich suche gerade noch ein Hotel“, antwortete Müller. Doch nach einer kurzen Pause: „Ruf beim Hotel an.“

Die Familie fand innerhalb von wenigen Minuten ein Zimmer in Hamburg, das auch für Brutus geeignet war. Die EU-Regelung hat zwar die Suche komplexer gemacht, doch durch die direkte Kommunikation mit dem Hotel konnten alle Bedürfnisse erfüllt werden.

Müller betont: „Die Strafe gegen Google zeigt nicht nur die Probleme der Digitalisierung, sondern auch die Notwendigkeit von Flexibilität bei Familienreisen.“