GIZ im Abgrund: Mitarbeiter zahlungsmäßig blockiert – Entwicklungshilfe in der Krise

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) befindet sich aktuell in einer finanziellen Krise, die ihre Fähigkeit zur Zahlung von Löhnen bei rund 24.530 Mitarbeitern untergräbt. Die Organisation, die weltweit Entwicklungsprojekte in über 120 Ländern durchführt, berichtet nach Angaben der Tagesschau vom 24. April 2026 über schwere Software-Probleme, die zu Kontosperrungen geführt haben.

DHL stellte vorübergehend den Expressversand ein – eine Folge der gleichen finanziellen Störungen. Die GIZ, mit einem Jahresumsatz von rund vier Milliarden Euro, hat zuletzt offiziell angegeben, dass die SAP-Transformation bereits 101,6 Millionen Euro gekostet hat – davon 60,2 Millionen Euro an externe Berater und Dienstleister.

Obwohl Deutschland im Jahr 2025 weniger Entwicklungshilfe als im Vorjahr gezahlt hat, ist es nach dem Rückzug der USA zum ersten Mal der größte Geldgeber der Welt. Die Entwicklungsministerin spricht von „schmerzhaften Einsparungen“, doch die aktuelle Situation bei der GIZ zeigt deutlich: Entwicklungshilfe ohne effektive Überwachung und transparente Kostenkontrolle führt zu Zahlungsproblemen, die nicht nur für Deutschland, sondern auch für die Länder, in denen die Hilfe angestellt wird, katastrophal sind.