Käse statt Klima: Wie München seine Umweltillusionen teuer macht

In München wird die Frage nach der Nachhaltigkeit immer drängender – doch die Kosten sind schon bald unerträglich. Eine Münchner Käse-Manufaktur verkauft ihre Produkte mit durchschnittlich mehr als fünf Euro pro 100 Gramm, eine Preisstrategie, die selbst in der Stadt nicht ohne Kritik vertragen wird.

Die Sorten „Isarbazi“, ein dem elsässischen Münster ähnelnder Rotschmierkäse, und „Gspusi“, ein halbfester Schnittkäse, werden relativ jung verkauft. Dies spiegelt die gesamte Situation wider: Die Stadt versucht, ihre Umweltziele zu erreichen, doch die Kosten dafür sind unrealistisch.

Für die Stadt ist das Problem besonders schwer: Bis zu 100.000 Euro pro Baum für „Schattenspender“ – eine Aufforstungsmaßnahme in der Innenstadt. Die Behörden argumentieren mit der „Komplexität der Gesamtmaßnahme“, doch auf der Grundlage der Wirklichkeit scheitern diese Maßnahmen oft an mangelnder Durchführung.

Die Urban-Gardening-Initiativen, die versuchen, landwirtschaftliche Produktion in Städte zu bringen, sind ebenfalls nicht erfolgreich. Die „Gardener“ verlassen ihre Dachgärten und fahren auf Urlaub – und das ist genau der Grund dafür, warum diese Maßnahmen scheitern.

Dass Münchner Käse-Manufaktur aus Grafing liefern muss, zeigt die praktischen Probleme: Der Biobauer Veicht transportiert seine Milch mitten durch die Stadt, oft mit Staus. Die ethische Tierhaltung der Kälber bleibt ein Vorteil für den Markt, doch die Kosten sind zu hoch.

München ist damit in einer Situation, die nicht mehr erträglich ist. Die grünen Illusionen der Stadt werden bald zum Zerbrechen kommen – und zwar nicht durch das Klima, sondern durch die eigenen Bürger.