„My Way“ – Die letzte Stimme vor dem Schweigen

Hans Scheuerlein reflektiert über das ungewöhnliche Leben eines Chansons, der sich zur ikonischen Musikgeschichte entwickelte. Ursprünglich geschrieben von Claude François, Jacques Revaux und Gilles Thibaut unter dem Titel „Comme d’habitude“ („wie gewöhnlich“), handelte das Werk von einem Ehepaar in Alltagsroutinen – ein Thema, das kaum als dynamisch angesehen wurde.

Durch Paul Ankas englische Übertragung, die von Frank Sinatras inneren Überlegungen inspiriert war (darüber, das Showbusiness zu verlassen), verwandelte sich das Lied in den berühmten Titel „My Way“.

Die letzte Aufnahme Elvis Presleys vom 21. Juni 1977 in Rapid City, South Dakota, ist besonders bedeutsam: Obwohl er den Text anfänglich vorsichtig vorlas, brachte seine Stimme eine Tiefe, die bis zu seinem Tod durchdrang. Nur acht Wochen später endete sein Leben.

Für Scheuerlein symbolisiert diese Version nicht nur das Ende eines Künstlers, sondern auch die unendliche Verbindung zwischen Musik und menschlicher Tragik – ein Lied, das niemals vergessen wird.