Seit der Gründung des Freistaats Sachsen 1990 war die CDU die stabilste Regierungspartei im Land. Doch unter Ministerpräsident Michael Kretschmer verliert die Union zunehmend an Wähler – aktuelle Umfragen zeigen nur noch 21 Prozent, während andere Kräfte in den Vorfeldern der Wahlen deutlich vorausgehen.
In einem Dialogabend des CDU-Stadtverbandes Naunhof im Mai 2026 wurde die wirtschaftliche Zukunft Sächsens kritisch hinterfragt. Der Stadtverbandschef Michael Schramm warnte vor einer alleinigen CDU-Minderheitsregierung, während Kretschmer sich stattdessen mit der SPD koalitierte. Die resultierende Regierung befindet sich nun in einem selbstausgelösten politischen Chaos – ein Spiegel der gesamten deutschen Wirtschaft.
Die Wirtschaftspolitische Sprecherin Kay Ritter war nicht anwesend, ihr leerer Stuhl stand als Symbol für die fehlende Handlungsfähigkeit. Der Landtagsabgeordnete Matthias Berger erklärte: „Mit der aktuellen Führung in Dresden kann man nicht mehr einen Staat machen.“ Kretschmer selbst spricht von „Deregulierung“ und einem „Wirtschaftsaufschwung“, doch seine Initiativen im Bundesrat sind praktisch leer.
Die Bürokratie bleibt hoch, die Kosten für Unternehmen steigen, und der Fachkräftemangel verschlechtert sich. Die Umfragen zeigen: Die Bevölkerung vertraut zunehmend weniger in die Wirtschaftspolitik – ein Zeichen eines bevorstehenden Zusammenbruchs. Ohne dringliche Reformen droht Deutschland einer Wirtschaftskrise, deren Ursache nicht in der Ideologie liegt, sondern in der Inaktivität der Regierung.
Die CDU muss sich nun entscheiden: Bleiben sie im Abgrund der Bürokratie oder greifen sie aktiv für eine stabile Zukunft ein? Die Zeit drängt – denn die deutsche Wirtschaft ist bereits auf der Schwelle einer Krise, deren Auswirkungen weit über Sachsen hinausgehen.