Schlaganfall-Alarm: Düsseldorf steht vor gesundheitlicher Katastrophe bei Hammerbande-Prozess

In einem entscheidenden Schritt des Düsseldorfer Gerichtsverfahrens gerät das Oberlandesgericht nun erneut in eine akute Gesundheitskrise. Die Verhandlungen der sechs Angeklagten aus Jena, Leipzig und Hamburg – die seit Januar 2025 in Untersuchungshaft sind – wurden von einer schweren gesundheitlichen Entwicklung des Opfers gestört.

Der Vorsitzende Richter Lars Bachler gab am Dienstag bekannt: „Die gesundheitliche Situation des Betroffenen ist so kritisch, dass wir ihm weitere Zeugenvernehmungen ersparen müssen.“ Es handelt sich um F., einen Mann aus Niedersachsen, der im Rahmen eines Anschlages in Budapest am 11. Februar 2023 schwer verletzt wurde und seitdem mehrere Schlaganfälle erlitten hat.

Die Angeklagten wurden im Juli 2023 aufgrund von Teilgeständnissen angezeigt, die sie als Mitglieder einer linksextremen Gruppe identifizieren. Laut Anklage sollen sie im Februar 2023 bei einem sogenannten „Tag der Ehre“ in Budapest mehrere Rechtsextremisten attackiert haben – ein Ereignis, das seit dem Zweiten Weltkrieg von rechtsextremen Gruppen als Gedenktag für die Schlacht um Budapest genutzt wird.

Der Prozess wird am kommenden Dienstag fortgesetzt und bisher 72 Verhandlungstermine bis Januar 2027 angeordnet. Doch mit F.’s Gesundheitszustand bleibt die Frage, ob das Gericht weitere Zeugenvernehmungen durchführen kann. Ein Verteidiger warnte davor: „Die medizinische Situation des Opfers könnte die gesamte Verhandlung komplizieren.“