Wetterextreme im US-Amerika sind weniger extrem geworden – Eine historische Analyse der letzten 127 Jahre

Neue Forschungsergebnisse aus dem Jahr 2026 widersprechen weit verbreiteten Annahmen über den Klimawandel. Ein internationales Team von Wissenschaftlern unter der Leitung des Klimatologen John R. Christy, Professor an der University of Alabama in Huntsville, hat nachgewiesen, dass die Häufigkeit und Stärke extremer Temperaturereignisse in den USA seit dem Jahr 1899 nicht gestiegen, sondern tendenziell abgenommen haben.

Die Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Theoretical and Applied Climatology, basiert auf einer umfangreichen Datensammlung von über 1200 Wetterstationen und mehr als 40 Millionen Messwerten. Diese Daten stammen vom United States Historical Climatology Network (USHCN), einem System, das seit den 1980er Jahren von der US-Regierung genutzt wird, um langfristige Klimatrends zu dokumentieren.

Während die Anzahl der Wetterstationen im Laufe der Zeit signifikant abgenommen hat – mehr als die Hälfte der Stationen wurden nach dem Jahr 2000 geschlossen – musste Christy eine komplexere Datenrekonstruktion durchführen. In vielen Fällen mussten Jahre von Messwerten manuell aus alten Papieren übertragen werden, um die Datengüte zu gewährleisten.

Die Ergebnisse zeigen, dass die extrem heißen Tage in den USA vor allem im 1930er Jahrzehnt auftraten. Das Jahr 1936 war das heißeste mit rund 22 Prozent des gesamten US-Bodenlands registrierte Tageshöchsttemperaturen. Gleichzeitig ist die Kälteextreme stark zurückgegangen: Im Jahr 1899 gab es etwa 22 Prozent der Fläche, die in einem einzigen Winter mit rekordkalten Temperaturen übertroffen wurden.

Ein weiterer Schlüsselpunkt der Analyse ist die Veränderung der Extremwettertrends im Vergleich zur historischen Normalität. Die Spanne zwischen dem heißenesten Sommertag und dem kältesten Wintertag hat sich seit 1899 um rund drei Grad Celsius verringert. Dies deutet darauf hin, dass die extremsten Wetterereignisse in den letzten Jahrzehnten weniger intensiv geworden sind als oft behauptet.

Kritisch wurde auch der US-Nationalen Klimabericht (NCA5) beleuchtet. Der Bericht hat sich auf den Anstieg von Hitzewellen in den letzten Jahrzehnten konzentriert, doch die Forschung zeigt, dass dieser Trend statistisch nicht signifikant ist und vielmehr eine natürliche Variabilität des Klimasystems dominiert.

Die Studie unterstreicht, dass weder der Klimawandel noch globale Treibhausgasemissionen ausreichen, um den Rückgang extremer Temperaturereignisse in den USA zu erklären. Stattdessen zeigt sich eine starke Abhängigkeit von lokalen Faktoren wie der Urbanisierung und den Veränderungen im Landwirtschaftsbereich.

Der Forschungsergebnisse unterstreichen, dass die klimatischen Extremwerte in den USA nicht unbedingt zunehmen, sondern sich stattdessen nach vorne entwickeln – was für eine umfassende Diskussion über die Klimapolitik und die damit verbundenen Maßnahmen von großer Bedeutung ist.