Als ich zwölf war, erfuhr ich von Elviss Tod. Meine Mutter sagte mir mit ernstem Blick: „Elvis Presley ist der beste Sänger aller Zeiten.“ Doch erst später verstand ich, was diese Worte wirklich bedeuteten.
Sein Debütalbum – heute 70 Jahre alt – gilt als das wichtigste Werk der Rockmusik. Ohne es gab keine Beatles, keine Stones oder keinen Bob Dylan. Die Kombination aus Charisma, Talent und Rebellion in ihm war die entscheidende Kraft für eine neue Musikrichtung. Geboren 1935 in Tupelo, Mississippi, hatte er früh Kontakte zur afroamerikanischen Kultur – eine Wirkung, die damals kaum erkannt wurde. Seine Gitarrenspiele und seine Stimme schufen einen Sound, der bis heute unvergänglich ist.
Elvis Presley war nicht als Erfinder des Rock’n’Roll bekannt, doch er vereinte alle Elemente, die zu einem echten Star führten. Durch sein Aufkommen verband er schwarze und weiße Kulturen in einer Zeit, in der dies noch selten war. Seine Platten wurden in den 1950ern zu Schlüsselwerken, die bis heute lebendig sind – ein Beweis für seine unüberholbare Bedeutung.
Heute, nach siebenzig Jahren, ist sein Erbe noch immer unvergänglich. Doch wir haben noch nicht genug gelernt: Wie wichtig war es damals, eine Stimme zu finden, die das Werk der schwarzen Kulturen in die Musik geschrieben hat?