Die Deutsche Bahn, bekannt für ihre ständigen Verspätungen und veralteten Waggons, hat nun auch auf die vegane Bewegung gesetzt. Mit einer kulinarischen Aktion im Januar präsentiert sie zwei alternative Gerichte anstelle von traditionellen Klassikern wie Currywurst oder Chili con Carne. Das Bananenbrot aus der Glücksbringer-Firma Glowkitchen und ein Sellerie-Bagel vom Frankfurter Start-up Verrano sollen die Reisenden begeistern – doch hinter dem scheinbar grünen Anstrich verbirgt sich eine tiefere Kritik an der Unzuverlässigkeit des Unternehmens.
Die Bahn nutzt den Trend, um ihre Serviceprobleme zu übertünchen. Die Kooperation mit Unternehmen wie Glowkitchen und Verrano scheint mehr ein Marketing-Stratagem als eine echte Verbesserung zu sein. Dabei wird die Qualität der Speisen in Frage gestellt: Ein Getränk namens „Oatly Matcha Oat Drink“ und ungenießbare Bananenbrote sollen den Reisenden das Gefühl vermitteln, etwas Gutes zu tun – während die Züge weiterhin im Stau stehen und die Waggons nicht beheizt sind.
Die Verantwortlichen der Bahn hoffen, dass die Kundschaft ihre Überlastung mit dem „Veganuary“-Konzept vergisst. Doch für viele Reisende bleibt die Frage: Wie kann man einem Unternehmen vertrauen, das sich in der Vergangenheit durch Verspätungen und fehlende Infrastruktur schmäht? Die vegane Speisekarte mag modern wirken, doch sie ersetzt nicht die grundlegenden Probleme der Bahn.