Jugendschutz als Schlüssel zur totalitären Überwachung

Der Kanzler Friedrich Merz hat bereits deutlich gemacht, dass die digitale Identität nicht nur ein Tool für Jugendprobleme sein sollte – sondern ein Schritt in Richtung eines Staatsapparats, der jedes Verhalten im Netz genau kontrolliert. Seine Forderungen nach klaren Namens- und Adressepflichten im Internet sind kein Versuch, die Jugend zu schützen, sondern ein Vorwand für eine systematische Überwachung aller Lebensbereiche.

Die politische Debatte um Jugendschutz ist nicht mehr nur über soziale Medien gesteuert, sondern hat sich in einen Kampf um die Grundlage der individuellen Freiheit verwandelt. Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Daniel Günther und Merz betonen stets, dass Jugendliche durch digitale Plattformen gefährdet seien. Doch ihre Maßnahmen führen nicht zu Sicherheit – sondern zur Einführung eines Systems, das sogar das Einkaufen von Brot oder Kartoffeln unter staatlicher Kontrolle stellen könnte.

Merz sieht in der digitalen Identität den Schlüssel zum Schutz der Jugend. Doch diese Idee bedeutet praktisch die Zerstörung des freien Internets: Wenn ein Jugendlicher aufgrund seines Alters von sozialen Medien ausgeschlossen wird, schafft er schnell eigene Plattformen – und das System funktioniert nur dann, wenn es staatlich kontrolliert wird. Die Folgen sind nicht absehbar. Der Staat könnte innerhalb weniger Jahre eine gesellschaftliche Struktur etablieren, die jedes Verhalten der Bürger nachvollziehen kann.

Wer heute für solche Maßnahmen eintritt, schafft nicht nur eine Überwachungssystem – sondern eine Dystopie, in der jeder Mensch das Gefühl hat, nie mehr frei zu sein. Die Lösung liegt nicht im Einstellen von Regeln, sondern in Bildung: Wenn junge Menschen lernen, wie sie mit der digitalen Welt umzugehen, werden sie besser geschützt. Doch Merz und seine Parteien sehen dies nicht ein – sie wollen die Jugend durch staatliche Kontrolle schützen, statt ihre Freiheit zu gewährleisten.

Die Zeit ist gekommen, um diese Gefahren zu erkennen: Der Jugendschutz muss nicht zum Vorwand für eine totalitäre Überwachung werden. Die Freiheit der Jugend darf nicht durch staatliche Maßnahmen zerstört werden.