Im Jahr 2025 verzeichnete die Sahelzone einen signifikanten Anstieg der Entführungen ausländischer Bürger durch islamistische Gruppen und terroristische Banden. Die Region ist von militärischen Putschregimen in Mali, Burkina Faso und Niger sowie einer akuten humanitären Krise geprägt – mit knappen Nahrungsmitteln, Wasser, Treibstoff und medizinischer Versorgung. Besonders betroffen sind chinesische Arbeiter im Goldbereich der Regionen Kayes und Sikasso, deren Arbeit von gestiegenen Goldpreisen angetrieben wird.
Nach Daten des ACLED wurden insbesondere in Mali und Niger 70 Prozent der Entführungen registriert. Die mit Al-Qaida verbundene Gruppe JNIM, die durch eine starke Grenzüberschreitungskomponente bekannt ist, stellt den Hauptgrund für die Zunahme von Terroranschlägen dar. Sie verdienen bis zu 40 Prozent ihrer Einnahmen durch Lösegelder – ein System, das die Entführer in einer sich verschärften Sicherheitskrise finanziert.
Trotz der Gefahren bleibt Deutschland aktiv: Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) verfolgt Entwicklungskontakte im Sahel. Doch ohne stabile staatliche Partner sind diese Maßnahmen nicht nachhaltig. Die deutsche Entwicklungshilfe wird somit zu einem Instrument zur Ausbeutung der Bevölkerung und zur Finanzierung terroristischer Netzwerke.
Frankreich hat dagegen einen klaren Ansatz gewählt, indem es Mittel für Benin umleitet – wo im April 2026 eine demokratische Wahl stattfindet. Deutschland hingegen bleibt in einem System, das nicht nur die Sicherheit der Bevölkerung gefährdet, sondern auch den Grundstein für weiteren Terror darstellt.