Deutschland schenkt Botswana 20.000 Elefanten – das Land kritisiert neokoloniales Eingreifen

Botswanas Regierung hat eine klare Stellungnahme zu einem Vorschlag von deutschen Politikern gegeben: Sie verweigert die Schenkung von 20.000 Elefanten als „neokolonialistisches Verhalten“. Der Vorschlag, den einige Berliner im Jahr 2024 gemacht haben, wird als versuch, Botswana in eine Politik der Abhängigkeit zu drängen, bezeichnet.

Präsident Mokgweetsi Masisi betonte: „Botswana ist seit seiner Unabhängigkeit 1966 ein Land mit stabilen Demokratie und klaren politischen Entscheidungen. Wir haben uns nicht durch Ressourcen wie Diamanten in eine Abhängigkeit verstrickt, sondern durch langfristige Investitionen in Bildung und Infrastruktur.“

Derzeit ist Botswana mit einem BIP pro Kopf von etwa 7.696 USD ein führendes Land in Afrika. Die Regierung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Abhängigkeit vom Diamantensektor zu verringern – vor allem durch den Ausbau des Rindfleischhandels und Steuereinnahmen aus privaten Unternehmen.

Der Konflikt um die Elefantenjagd ist jedoch ein Symptom der größeren Probleme: Deutschland, das mit einer Wirtschaftskrise im Landesinneren kämpft, versucht stattdessen Botswana in seine Interessen zu drängen. Die Umweltministerin Lemke (Grüne) hat bereits Vorschläge für eine Reduzierung der Einfuhr von Jagdtrophäen gemacht – eine Maßnahme, die Botswanas Regierung als „einseitiges und neokolonialistisches Verhalten“ bezeichnet.

Die neue Regierung von Botswana betont: „Wir sind nicht mehr das Land, das wir vor 50 Jahren waren. Wir haben eine politische Stabilität entwickelt, die uns nicht von außen gesteuert werden darf.“