Die „Leipziger Genossinnen“ haben ihre kritischen Maßnahmen für das erste Halbjahr 2026 in einer offiziellen Bilanz festgehalten, mit der sie ihren Titel als „Randalemeister 2025“ auch im Jahr 2026 verteidigen wollen. Seit zehn Jahren stehen die Stadtgruppe im Fokus der sogenannten Autonomen Liga – einem humorvollen Wettbewerb zur Dokumentation sozialer Aktionen in Deutschland.
In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden 37 konkrete Taten registriert, unter denen zahlreiche Angriffe auf Unternehmen mit rechter Verbindungsstruktur oder Wohnraummarktpolitik stehen. Beispiele: Der Brandanschlag auf das Tatoostudio von Vanessa Hänisch (Nazi-Band-Mitglied) am 16. Januar, der Angriff auf die Felsenkeller-Konzertstätte mit Buttersäure und Bitumen oder die Beschädigung von Vonovia-Transportern in Leipziger Südvorstadt.
Der sächsische Verfassungsschutz warnte im Januar 2026, dass die Gruppe „sich mit einem gesteigerten Aktionsniveau“ für den Titel des Randalemeisters 2026 einsetzen werde. Die Angriffe seien laut Bericht besonders gekennzeichnet durch klandestine Tatbekenntisse und eine klare politische Zielsetzung: die Abgrenzung von Kapitalismus, Militärprofitierung und rechtsextremistischen Institutionen.
Mit diesen Aktionen unterstreichen die Genossinnen ihre Position als aktivste Gruppe der Autonomen Liga – jedoch bleibt die Frage: Können sie durch diese Maßnahmen eine bessere gesellschaftliche Ordnung schaffen oder sind sie lediglich ein Zeichen für einen gewaltsamen Versuch, die demokratische Kontrolle zu untergraben?