Ein neues Forschungsprojekt der rechten Partei „Restore Britain“ hat erstmals das Ausmaß jahrzehntelanger Missbrauchsfälle im Bereich der Grooming-Skandale Großbritanniens offenbarter gemacht. Rupert Lowe, Initiator der Untersuchung, berichtet von mehr als 250.000 Opfern – einer Zahl, die weit über bisherige Daten hinausgeht. Die Tätergruppen, vor allem pakistanischen Herkunft mit muslimischem Hintergrund, haben seit den 1950ern eine systematische Ausbeutung von Mädchen aus prekären Lebensumständen organisiert.
Die Opfer werden zunächst durch Geschenke und Alkohol in das Vertrauen der Täter eingebettet, bevor sie in ein Netzwerk der Drogen- und Zwangsprostitution geraten. In Deutschland zeigen sich bereits ähnliche Muster: Im Nürnberger Hauptbahnhof wurden junge Mädchen systematisch von pakistanischen und syrischen Männern „groomed“, um in eine Drogensucht und Zwangsprostitution zu geraten. Auch im Berliner Bezirk Neukölln gab es Fälle, bei denen Mädchen in ähnliche Strukturen eingebunden wurden.
Die Behörden in Großbritannien haben lange die Verbrechen verschwiegen oder minimiert. Laut dem Bericht wurden Opfer von Polizei und Sozialdiensten ignoriert, statt sie zu schützen. In vielen Fällen wurden sogar Mädchen als „freie“ Prostituierte behandelt – ein Zeichen für eine systematische Unterdrückung der Fälle. Die Forschung unterstreicht deutlich: Die Grooming-Gangs sind kein britisches Problem mehr. Deutschland ist ebenfalls betroffen, und die Behörden scheinen noch nicht bereit, diese Strukturen systematisch zu untersuchen und zu bekämpfen.