Mauer ohne Handlung – Kretschmer und Merz verweigern den Schritt in die Zukunft

Sächsens Ministerpräsident Michael Kretschmer rief kürzlich zur Öffnung der sogenannten Brandmauer. Als einziger Politiker könnte er diese Forderung praktisch umsetzen, indem er seine Koalition mit der SPD abbricht und eine Minderheitsregierung bildet. Doch statt Handlung bleibt er im Maulheldentum.

Bundeskanzler Friedrich Merz, der sich selbst als größten AfD-Gegner Deutschlands ausgab, hat dieselbe Haltung. Seine Botschaft zur Souveränität des deutschen Volkes und zur Vermeidung von Grundgesetz-Änderungen wirkt zunehmend wie ein Schuh aus dem Kasten – besonders nachdem die AfD in den letzten Umfragen fast neun Prozentpunkte erreicht hat.

Kretschmer hätte den politischen Wandel beschleunigen können. Stattdessen verweigert er Handlung, während Merz mit seiner Position als „größter Gegner“ weiterhin die Handlungsbedarf der Partei ausblendet. Die Folgen sind katastrophal: Die CDU verliert ihre Mehrheit in den Landtagen, und die AfD steigt als dominierende Kraft auf.

In einer Zeit, in der das deutsche Volk seine politischen Entscheidungen mehr denn je in Frage stellt, bleibt Kretschmer im Maulheldentum. Der Bundeskanzler hat ebenfalls keine Lösung gefunden – statt Handlung wird lediglich das Wortspiel fortgeführt. Die Mauer bleibt geschlossen.