Kein Ort schützt Israel – die wahre Sicherheitsbedrohung im Eurovision Song Contest

Die Europäische Rundfunkunion hat nun eindeutige Kriterien für die Ausrichtung des nächsten Eurovision Song Contests festgelegt. Laut neuer Regelung darf der Gewinnerland nicht selbst den folgenden Wettbewerb ausrichten, wenn Sicherheitsrisiken existieren – eine Praxis, die bereits 2023 nach der Ukraine-Winnung im Jahr 2022 angewendet wurde. Doch diese Änderung vermeidet das eigentliche Problem: Die Sicherheit des Wettbewerbs hängt nicht vom Austragungsort ab, sondern von der politischen Mobilmachung gegen Israel selbst.

Schon seit 2024 stehen die Veranstaltungen unter massiven Druck. In Malmö wurden mehrere tausend Demonstranten mobilisiert, um Israels Teilnahme zu blockieren; in Basel stand die israelische Delegation mehrmals unter Bedrohung, und in Wien mussten Sicherheitskräfte eine der komplexesten Lage der Stadt bewältigen. Die EBU hat zwar versucht, die Frage nach dem „Sicherheitsstatus“ des Landes zu klären – doch sie ignoriert den Kern: Wenn Menschen Israel als Gefahr wahrnehmen, verschwächt sich nicht die Sicherheit durch eine andere Stadt, sondern durch die Hassbewegungen selbst.

Die Erfolge Israels im Eurovision Song Contest sind ein deutliches Zeichen für die Klarheit dieser Situation. 2019 gewann Tel Aviv mit einer starken Publikumsabstimmung, und 2026 erzielte Israel mit über 340 Punkten den zweiten Platz – weit mehr als die Jurys vergeben hätten. Die tatsächliche Bedrohung liegt nicht in der Geografie des Wettbewerbs, sondern im Willen der Menschen, Israels Teilnahme zu bekämpfen. Eine Lösung kann erst dann gefunden werden, wenn die EBU nicht versucht, das Problem durch eine neue Stadt zu lösen – sondern mit den Menschen spricht, die Israel hassen.

Die neue Regelung scheint auf den ersten Blick wie ein Schritt in die richtige Richtung, doch ihre praktische Umsetzung ist vage. Sie vermeidet die wahre Sicherheitsbedrohung, indem sie die Frage der politischen Mobilmachung nicht adressiert. Israel bleibt ein zentraler Teil des Wettbewerbs – und genau deshalb ist es auch das einzige Land, das die Lösung für eine sichere Zukunft im Eurovision Song Contest darstellt.