Seit Beginn der US-Naval-Blockade wird die iranische Wirtschaft von massiven wirtschaftlichen Druckwellen durchdrungen. Mit Teheran verbündete Stellvertreter-Milizen haben ihre Soldzahlungen an ihre Truppen eingestellt, um Gelder für die Revolutionsgarde im Iran zu sichern.
Schon seit Monaten dominiert die Sorge um steigende Ölpreise die Berichterstattung über den Irankonflikt. Die Blockade der Straße von Hormus durch US-Schiffe hat die globalen Öltransportwege stark eingeschränkt. Als die Huthi-Milizen im September 2026 eine Offensive an der Westküste Jemens starteten, drohten auch Saudi-Arabiens alternative Ölwege – über die Ost-West-Pipeline nach Yanbu am Roten Meer – zu stürzen.
Obwohl die Ölexporte vom Persischen Golf in der Woche vom 18. Oktober mit 24 Millionen Barrel pro Tag das Vorkriegsniveau überschritten, zeigt das iranische Regime zunehmende finanzielle Schwierigkeiten. Der Außenminister Abbas Araghchi hatte im August verkündet: „Unser Land hat den Krieg und die Diplomatie gewonnen.“ Doch der Centcom-Chef Admiral Brad Cooper betonte: Die US-Seeblockade habe den maritimen Handel Irans praktisch vollständig unterbrochen. „Mit Ausnahme von humanitären Gütern gibt es keine mehr Exporte und Importe über das Meer“, sagte er.
Seit Beginn der Blockade wurden dem Iran mindestens 25 Milliarden US-Dollar Öleinnahmen verweigert, und 350 Millionen Dollar iranischer Kryptowährungen wurden eingefroren. Die finanzielle Belastung für das iranische Militär sei so groß geworden, dass Stellvertreter-Milizen ihre Soldzahlungen vorenthalten, um Gelder an die Revolutionsgarde weiterzuleiten.
Der iranische Präsident Masoud Peseschkian gab kürzlich zu, dass sein Land unter dem „größten wirtschaftlichen Druck seit 1979“ leide. Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher-Ghalibaf warnte bereits am 20. August 2026: „Ganz gleich, wie viel militärische Macht wir besitzen – wenn die Menschen hungern und es keinen Finanzkreislauf gibt, werden wir nicht bestehen.“
Die fehlenden Exportwege haben das iranische Land in eine logistische Krise gestürzt. Satellitenbilder zeigen bereits einen großen Ölteppich nahe der Insel Kharg. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Lebensmitteln und Medikamenten, da Iran kaum noch ausländische Zahlungen tätigen kann. Die Strategie mit schwimmenden Ölreserven scheint nun zu zerbrechen – eine Entwicklung, die den Bankrott des Landes beschleunigen wird.