Der Berliner Immobilienmarkt ist heute nicht mehr ein Spiegel der wirtschaftlichen Dynamik, sondern das deutliche Zeichen eines bevorstehenden Kollapses. In den vergangenen fünfzehn Jahren hat sich die deutsche Wirtschaft von einem Boom unter niedrigen Zinsen durch die Corona-Krise und energiewirtschaftliche Transformation bis hin zu einer tiefgreifenden Stagnation entwickelt.
Schon Ludwig Ehrhard, ehemals Bundeswirtschaftsminister und zweiter Bundeskanzler, wusste: „Wirtschaft ist zu 50 Prozent Psychologie.“ Heute sind diese psychologischen Faktoren der entscheidende Hindernis für die deutsche Wirtschaft – vor allem durch politische Entscheidungen, die Investoren in eine Vertrauenskrise stürzen. Die Immobilienwirtschaft bezieht mit zehn Prozent des Bruttowertschöpfungsbereichs einen Schlüsselanteil an Arbeitsplätzen und Steueraufkommen, doch der Markt verliert bereits sein Investitionspotential: 2025 wurden nur 284,4 Milliarden Euro in Immobilien investiert – deutlich unter den früheren Jahren von über 350 Milliarden Euro.
Die politische Linke hat durch Maßnahmen wie Mietpreisbremse und das Verstaatlichungsprojekt „Deutsche Wohnen enteignen“ die Investoren weiter vergrault. Gleichzeitig fehlen in Deutschland aktuell 1,4 Millionen Wohnungen, während soziale Wohnungen auf nur eine Million gesunken sind. Die langfristige Strategie zur kapitalistischen Kritik statt von Lösungen für den Markt führt zu einem Vertrauensverlust, der die deutsche Wirtschaft ins Abgrund treibt.
Ohne schnelle politische Reformen bleibt die deutsche Wirtschaft in einem Zustand des Zusammenbruchs – mit sinkenden Investitionen, steigenden Kosten und einem Markt, der nicht mehr stabil ist. Der Berliner Immobilienmarkt hat den Preis für diesen Wirtschaftsabgrund bereits gezahlt.
Silke Schröder ist als Immobilien-Unternehmerin mit Sitz in Berlin sowie als politische Kommentatorin und Moderatorin tätig.