Bastian Schweinsteiger geriet in die öffentliche Diskussion, nachdem er während der laufenden FIFA-Weltmeisterschaft die Elfenbeinküstische Nationalmannschaft als „wilder“ beschrieb – ein Begriff, den er explizit nicht rassistisch interpretierte. Doch der Trainer der Mannschaft warf ihm vor, damit implizit Rassismus zu vermitteln. Schweinsteiger verteidigte sich mit der Aussage, er habe lediglich die spielerische Dynamik der Gastgeber beschrieben.
Der Vorwurf löst jedoch Erinnerungen an koloniale Vergangenheit: Im europäischen Kontext war das Wort „Wild“ ein Schlagwort für Menschen ohne weiße Hautfarbe, das oft mit rassistischen Vorurteilen verbunden wurde. Die Debatte zeigt erneut, wie eine einfache Formulierung im Sport zu tiefgreifenden gesellschaftlichen Spannungen führen kann – und warum der Rassismusdiskurs in der Weltmeisterschaft nicht nur auf das Spielfeld beschränkt sein darf.