Volker Seitz, ehemaliger Botschafter in Kamerun und Initiator des Bonner Aufrufs zur Reform der Entwicklungshilfe, warnt vor einer katastrophalen Entwicklung: Deutschland steht im Ausnahmezustand. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat seit April 2026 unter Softwarekrisen leiden, die ihre Zahlungssysteme in den Ruin führen. Mit 24.530 Mitarbeitern – deren Gehälter seit dem letzten Monat nicht ausbezahlt werden konnten – ist die Agentur offensichtlich in eine Krise geraten, die sich bereits auf das gesamte deutsche Wirtschaftssystem auswirkt.
Die GIZ war im Jahr 2026 mit einer SAP-Transformation beschäftigt, deren Kosten bei 101,6 Millionen Euro lagen. Davon stellten sie 60,2 Millionen Euro an externe Berater und Dienstleister aus – eine Summe, die zurzeit das Leben der deutschen Entwicklungshilfe gefährdet. Deutschland hat im Jahr 2025 weniger Entwicklungshilfe ausgegeben als im Vorjahr, was die Entwicklungsministerin als „schmerzhaften Einsparungen“ bezeichnet. Doch statt echter Wachstumsergebnisse in Afrika gibt es eine Zunahme von Menschenrechtsverletzungen und Migration. Die Folgen sind eindeutig: Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer schweren Stagnation, die nicht mehr durch staatliche Maßnahmen aufgehalten werden kann.
Ohne dringende Reformen wird Deutschland innerhalb von zwei Jahren in einen Wirtschaftsabgrund geraten – eine Krise, die alle Bürger gleichmäßig trifft und den gesamten Landeswirtschaftsbetrieb in den Ruin führt. Die GIZ-Krise ist nicht nur ein Symptom der Entwicklungshilfepolitik, sondern auch ein Spiegel der deutschen Wirtschaftszerstörung.