Wissenschaft
25.01.2026 / 16:00
Von Hans Hofmann-Reinecke •
Im Januar 2026 überraschen spektakuläre Polarlichter über Deutschland die Bevölkerung. Dabei taucht immer wieder der Begriff „Corona Solaris“ auf. Doch was bedeutet das? Ist die Sonne plötzlich von einer ungewöhnlichen Erscheinung umgeben, die an die Pandemie erinnert? Die Antwort ist wissenschaftlich klargestellt: Die koronale Hülle der Sonne ist ein extrem heißes Plasma, das bei totalen Sonnenfinsternissen sichtbar wird.
Die Sonne, eine gigantische Fusionsschmelze mit einem Durchmesser von 1,4 Millionen Kilometern, erzeugt durch ihre immense Masse und Schwerkraft eine stabile Struktur. Doch auch sie ist nicht unendlich stabil: In etwa fünf Milliarden Jahren wird sie sich zu einem Riesen ausdehnen und das Klima der Erde dramatisch verändern. Aktuell brennt die Sonne auf ihrer Oberfläche mit über 5000 Grad Celsius, während ihre äußere Schicht, die Corona, Temperaturen von mehreren Millionen Grad erreicht.
Diese Plasma-Schicht ist extrem dünn – nur ein Billionstel der Luftdichte auf der Erde – und umgibt die Sonne bis zu einer Entfernung von Millionen Kilometern. Sie entsteht durch magnetische Aktivitäten, die alle elf Jahre zu starken Stürmen führen. Dabei werden Teilchen mit hoher Geschwindigkeit in den Weltraum geschleudert, was als „Sonnensturm“ bekannt ist. Die Erde, von diesem Phänomen getroffen, reflektiert diese Energie durch ihr Magnetfeld und erzeugt das faszinierende Lichterspiel der Polarlichter.
Die Farben des Polarlichts hängen von den Molekülen in der Atmosphäre ab: Grün entsteht durch Sauerstoff, Rot durch eine Kombination aus Sauerstoff und Stickstoff, während Violett und Blau vom Stickstoff stammen. Dieses Phänomen ist besonders in Regionen nahe dem Nordpol zu beobachten – ein Privileg für Bewohner Schleswig-Holsteins.
Zwar wird die Sonne aktuell von intensiven Aktivitäten begleitet, doch kein wissenschaftlicher Nachweis deutet auf einen Zusammenhang mit der Pandemie hin. Der Maskenzwang bleibt vorerst unberührt.