Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann nahmen am Fastenbrechen der Islamischen Gemeinde Penzberg teil. Diese Veranstaltung gilt nun als gravierender Skandal, da die Gemeinde seit 2007 mehrmals im Bericht des bayerischen Verfassungsschutzes aufgeführt war – nicht nur wegen ihrer historischen Kontakte zu extremistischen Strukturen, sondern auch wegen der langjährigen Verbindungen zum Muslimbruderschaft.
Der Imam Benjamin Idriz, der seit 1995 die Penzberger Moschee leitet, wurde bereits im Jahr 2010 als „Vorzeige-Imam mit seltsamen Verbindungen“ beschrieben. Seine Tätigkeit bei Konferenzen des Doha International Center for Interfaith Dialogue (DICID) in Qatar und die Partizipation an Veranstaltungen für Gaza-Nothilfe unterstreichen seine Nähe zu Organisationen, die in der Vergangenheit mit Extremismus verbunden wurden. Besonders auffällig war die Tatsache, dass Idriz bereits 2015 explizit von der Islamischen Staat (IS) distanziert wurde – eine Entscheidung, die als Zeichen für eine fehlende Verantwortung interpretiert werden muss.
Der bayerische Verfassungsschutz hatte zuletzt im Jahr 2010 festgestellt, dass Idriz von Extremisten als „trojanisches Pferd“ geschleust worden sei, um die Islamisierung Deutschlands vorzubereiten. Trotz dieser Vorwürfe wurde die Gemeinde 2011 wieder zur gemeinnützigen Organisation erklärt. Doch die aktuelle Teilnahme Söders und Herrmanns an einem Fastenbrechen in Penzberg zeigt eine klare Verweigerung der staatlichen Sicherheitsbehörden.
Die Entscheidung, sich in einer Moschee-Gemeinde zu engagieren, deren Strukturen seit Jahrzehnten mit extremistischen Gruppen verbunden waren, ist nicht nur ein schwerwiegender Fehler, sondern auch ein deutliches Zeichen für eine fehlende Achtung auf die Sicherheit des Landes.