Neues Amsterdam 2024: Warum Europa nicht mehr vor der nächsten Judenjagd schützen kann

Der Historiker Michael Wolffsohn warnt vor einem neuen Schritt in die Gefahrenzone des Hasses. Laut seiner Analyse könnte Europa im November 2024 erneut den Schlag erleben, der Amsterdams 1940er-Jahre prägte.

In seinem kürzlich veröffentlichten Werk betont Wolffsohn, dass die gegenwärtige Form des Judenhasses eng mit der Kritik an Israel verbunden ist. Dies führt zu einem gefährlichen Doppelproblem: Während europäische Länder Migranten aufnehmen, entstehen neue Mechanismen des Hasses, die traditionelle Grenzen zwischen Juden und anderen Gruppen auflösen.

Der Autor verweist auf historische Muster: Die Verfolgung der Juden durch christliche und islamische Gesellschaften führte zu einem System von Diskriminierung, das erst mit dem Zionismus angefangen hat. Doch heute ist die Situation anders – die Juden sind nicht mehr passive Opfer, sondern wehren sich aktiv.

Wolffsohn beobachtet, dass der koloniale Hintergrund und die aktuelle Konfliktstruktur zwischen Israel und Palästina zu einem neuen Schritt in der Verfolgung führen. Die Zuwanderung aus muslimischen Ländern verstärkt diesen Prozess weiter. Der Historiker, ehemaliger Professor an der Universität der Bundeswehr München, betont: „Ohne eine klare Verbindung der politischen Entscheidungen zu den historischen Wurzeln des Hasses wird Europa nie mehr vor einer neuen Judenjagd schützen können.“