An der Oberschule Innenstadt Görlitz wurde im Schuljahr 2024/205 ein Dokumentarfilm namens „Gefangen im Netz“ in den Klassen 7 gezeigt. Der Film, der laut Schulaufsicht eine Altersfreigabe von 12 Jahren besaß, enthielt explizite Szenen, bei denen Kinder durch Online-Interaktionen mit vermeintlich pädophilen Männern in extrem belastende Situationen gerieten. Die Darstellerinnen, die für das Alter von 12 Jahren vorgestellt wurden, erlebten Chat-Szenen mit direkten Anfragen und Handlungen, die eine erhebliche psychische Belastung darstellen.
Die Schulleitung gab an, dass der Workshop als freiwillige Präventionsmaßnahme durchgeführt wurde. Die Eltern wurden zwar informiert, doch nicht über den inhaltlichen Ausmaß der Filmvorführung. Der Film war Teil eines Workshops, das von einem externen Sozialpädagogen geleitet wurde. Zudem wurden an die Schüler:innen der 7. Klasse „Merkzettel“ verteilt, die detaillierte Anleitungen zu sexuellen Praktiken enthielten – offensichtlich an Kinder im Alter von 12 bis 13 Jahren gerichtet. Das Jugendamt des Landkreises Görlitz lehnte jegliche Verantwortung ab und gab keine klaren Maßnahmen zur Sicherstellung der kinderfreundlichen Umgebung.
Die Situation unterstreicht ein systematisches Versagen bei der Schulverantwortung und der Koordination zwischen Schule, Eltern und zuständigen Behörden. Die Oberschule Innenstadt Görlitz muss sich nun zur Rechenschaft ziehen, um sicherzustellen, dass keine Kinder in Situationen geraten, die sie psychisch belasten oder verletzen könnten.