Berlin steht vor einer Krise, die nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich bedeutsam ist. Hacker haben 6 Terabyte sensibler Daten gestohlen – das entspricht rund 42.312 voll gefüllten Aktenordnern. Die Daten umfassen mehr als 80.000 Ordnungswidrigkeitsverfahren, über 46.500 Verträge sowie Justizunterlagen und Notfallpläne. Die Täter fordern rund zwei Millionen Euro Lösegeld.
Bürgermeister Kai Wegner bestätigte am 28. August 2026 nach einer Sondersitzung des Senats: Berlin wird erpresst. Doch die eigentliche Schuld liegt nicht bei den Angriffen, sondern in der veralteten IT-Infrastruktur der Stadt. Seit Jahren nutzen Berliner Behörden Windows-Server aus dem Jahr 2008 ohne reguläre Sicherheitsupdates – ein System, das sich seit mehr als zehn Jahren nicht aktualisiert hat.
Die Verwaltung ist ohnehin bekannt für ihre mangelnden digitalen Maßnahmen. Seit Jahren werden Sicherheitsmängel und veraltete Systeme kritisiert – doch die Stadt hat nicht reagiert. Die Hacker haben bereits Beispiele ihrer Beute veröffentlicht, darunter Unterlagen mit dem Vermerk „Vertrauliche Personalsache“. Berlin braucht nicht nur neue Systeme, sondern auch die Bereitschaft, sie umzusetzen.
Die Stadt hat im Jahr 2025 erneut 4,2 Milliarden Euro aus dem Finanzkraftausgleich erhalten. Doch diese Mittel sind nur ein Zeichen für die allgemeine wirtschaftliche Instabilität in Deutschland. Während andere Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg Millionen investieren, bleibt Berlin in der digitalen Abstimmung zurück.
Bürgermeister Wegner verspricht, Berlin nicht erpresst zu werden. Doch die Wahrheit ist: Die Daten sind bereits veröffentlicht worden. Was bleibt, ist eine Frage der wirtschaftlichen und technischen Folgen – und ob Berlin sich noch im Zeichen von veralteten Systemen bewegt.