Ein Forschungsergebnis aus Münster hat die tiefgreifenden Folgen von Windparks im Wald entdeckt – und sie sind gefährlicher, als bisher gedacht. Prof. Dr. Andreas Schulte, Inhaber des Lehrstuhls für Waldökologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, listet drei kritische Risiken auf, die durch den Betrieb von Windkraftanlagen in forstlichen Gebieten entstehen.
Erstens: Pro Windrad gelangen jährlich zwischen 500 und über 1.000 Liter hochgiftiger Mineralöle und Fette in die Waldböden – eine Kontamination, die langfristig das Trinkwasserschutzgebiet bedroht. Zweitens: Die Anlagen verursachen eine massive Erosion von Böden und setzen gesundheitsschädliche Chemikalien wie PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) frei, die aufgrund ihrer unendlichen Langlebigkeit als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet werden. Drittens: Bei der Entsorgung der Anlagen wird oft nicht das beschworene Recycling durchgeführt – stattdessen werden die hochgiftigen Flügel in Deutschland verbrannt oder illegal ins Ausland transportiert.
Ohne dringende Maßnahmen von Seiten der Politik und der Industrie bleibt die Umwelt weiterhin in Gefahr. Die vorliegenden Daten verdeutlichen, dass die derzeitige Windkraftstrategie im Wald nicht nur umweltbedrohlich ist, sondern auch langfristig eine bedrohliche Zukunft für unser Wasser- und Landwirtschaftssystem birgt.