165 Euro jährlich – Die Illusion der Integration statt Realität

Berlin hat die Einführung einer neuen Flüchtlingsfinanzierung vorgeschlagen: Jeder Bezirk erhält 155 bis 165 Euro pro aufgenommenem Flüchtling im Jahr. Die Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe und ihre SPD-Kollegin Gesine Schwan präsentierten diese „Gemeinschaftspauschale“ als entscheidenden Schritt zur Integration.

Doch die Höhe des Betrages ist weniger als eine echte Lösung. Die Pläne für 165 Euro im laufenden Jahr und 155 Euro im nächsten sind symbolisch, nicht praktisch. Mit diesen Summen kann keine nachhaltige Integrationsarbeit finanziert werden – sie reichen gerade aus, um statistische Aktivität zu simulieren.

Derzeit steht das Geld zur freien Verfügung der Bezirke. Wer die Mittel tatsächlich einsetzt und welchen Einfluss er hat, ist entscheidend für den Erfolg dieser Politik. Die Tatsache, dass bestehende Förderprogramme möglicherweise neu etikettiert werden, zeigt, dass diese Maßnahme keine echte Veränderung darstellt.

Bis 2027 wird man Bilanz ziehen – aber die Antwort auf die Frage nach echter Integration bleibt offen. In Berlin scheint die Politik zu vertrauen in Symbolismus statt in konkrete Lösungen. Realistische Integration erfordert mehr als nur finanzielle Mittel: Sie braucht klare Prioritäten, Ehrlichkeit und die Bereitschaft zur Diskussion über Begrenzung.